17.09.2021 | KurzMeldungen, KurzMeldungen Nordost, KurzMeldungen Westfalen-Mitte

Elektromobilität

Glauben Sie auch, dass die Klimabilanz von Elektroautos schlechter ist als die eines 10 Jahre alten Dieselfahrzeugs?

© anaterate / pixabay.com

Dann sind Sie ebenfalls einer der vielen durchs Internet geisternden, auf veralteten Daten oder unseriösen Quellen beruhenden Falschmeldungen zu Elektrofahrzeugen aufgesessen. Denn Fakt ist: Elektroautos sind deutlich klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Natürlich fährt ein Elektrofahrzeug nur lokal emissionsfrei. Denn für den Ladevorgang und für die Batterieherstellung wird Strom benötigt, der noch immer teilweise aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Und die stromerzeugenden Kraftwerke emittieren Treibhausgase, die in die Umweltbilanz von Elektroautos einfließen.

Anfang 2021 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) festgestellt, dass „Elektroautos schon mit dem aktuellen deutschen Strommix deutlich klimafreundlicher als Verbrennerfahrzeuge fahren“. Auch unter Einbezug der Batterieherstellung stellt das Ministerium fest: „Im Ergebnis liegen die Treibhausgasemissionen eines heutigen Elektrofahrzeugs der Kompaktklasse über den gesamten Lebensweg niedriger als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Es erzeugt gegenüber einem Benziner etwa 30 Prozent weniger Klimagase. Gegenüber einem vergleichbaren Diesel sind es etwa 23 Prozent weniger.“

Eine aktuelle Studie vom International Council on Clean Transportation (ICCT) betrachtet die Kompaktwagen-Klasse über die gesamte Lebensdauer – von der Produktion, über den Ladestrom bis hin zur Entsorgung mit dem Ergebnis: Ein elektrischer Kompaktwagen emittiert in Europa bereits heute 66 bis 69 Prozent weniger Treibhausgase als ein vergleichbares neues Benzinfahrzeug.

Übrigens erklären sowohl die Dekra als auch der Deutsche Feuerwehrverband unisono, dass von Elektroautos keine höhere Brandgefahr ausgeht als von Verbrennern; die Gefahr von spontanen Selbstentzündungen besteht also ebenso wenig wie die in den Social Media-Kanälen herbeigeschriebene Überlastung des Stromnetzes durch Elektroautos.

Birgit Lohmeyer
lohmeyer(at)cdhimnorden.de


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