01.11.2019 | KurzMeldungen

Elektromobilität

Klimaschutzprogramm 2030 fixiert Ladesäulen an allen Tankstellen

© Rike / pixelio.de

Das vom Bundeskabinett am 9. Oktober beschlossene Klimaschutzprogramm 2030 sieht u. a. Ladesäulen an jeder Tankstelle, Förderprogramme für private Ladestationen und Subventionen für Elektroautos vor. Das ebenfalls beschlossenen Klimaschutzgesetz, das regelt wie die Maßnahmen des Klimaschutzprogramms umgesetzt und überwacht werden sollen, muss noch durch den Bundesrat.

Eine Million Ladesäulen

Neben zahlreichen weiteren Maßnahmen sollen alle Tankstellen Ladesäulen bekommen und der Ausbau privater Ladesäulen unterstützt werden, um so das Teilziel von einer Million Ladesäulen zu erreichen. Zudem sollen Kaufprämien für Pkw mit alternativen Antrieben verlängert und für Modelle mit einem Wert von unter 40.000 Euro erhöht werden.

Die Bundesregierung formuliert das Ziel, die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur auszubauen, um so die Akzeptanz und die Zunahme der Elektromobilität fördern. Es sollen bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte verfügbar gemacht werden. Es soll verbindlich geregelt werden, dass „an allen Tankstellen in Deutschland auch Ladepunkte angeboten werden“. Tankstellenbetreiber wären also verpflichtet, Ladesäulen zu errichten. Damit wäre eines der Hauptargumente von E-Auto-Kritikern obsolet. Zur Koordinierung des Ladesäulenausbaus wird eine Leitstelle durch die Bundesregierung eingerichtet werden. Außerdem werden ordnungsrechtliche Maßnahmen erwogen, falls eine bedarfsgerechte Versorgung marktgetrieben nicht erfolgt.

Anteil alternativer Antriebe bis 2030 bei 100 Prozent

Das Klimaschutzprogramm sieht vor, dass der Anteil von Fahrzeugen mit alternativen und umweltschonenden Antrieben an den Neu- und Ersatzbeschaffungen bis 2025 auf möglichst 40 Prozent steigen soll. Bis 2030 soll er möglichst bei 100 Prozent liegen. Hierzu wird die von Herstellern getragene staatliche Kaufprämie für Elektroautos verlängert und für Autos mit einem Wert von unter 40.000 Euro erhöht. Wie groß die Prämienerhöhung ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. Über ein Gesetz soll zudem die Kraftfahrzeugsteuer reformiert und an den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs angepasst werden.

Quelle: cdh.de


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