06.03.2020 | KurzMeldungen

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der CDH im Norden,

an dieser Stelle machte ich im Dezember 2019 darauf aufmerksam, dass juristische Person des Privatrechts (unter Handelsvertretungen also insbesondere als GmbH oder UG (Unternehmergesellschaft mit beschränkter Haftung)) oder eingetragene Personengesellschaften (also insbesondere OHG oder KG), verpflichtet sind, ihre wirtschaftlich Berechtigten zur Eintragung in das Transparenzregister elektronisch über www.transparenzregister.de mitzuteilen.

© CDH im Norden

Ausnahmen von der Eintragungspflicht bestehen dann, wenn sich die vorgeschriebenen Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten bereits aus bestimmten Dokumenten und Registereintragungen, z. B. Handelsregister, ergeben. Die Daten beim Handelsregister müssen aber unbedingt elektronisch vorliegen. Bei GmbHs, die vor 2007 gegründet wurden, ist das in der Regel nicht der Fall, sofern nicht danach eine neue Gesellschafterliste übermittelt wurde. Eine Mitteilung an das Transparenzregister oder die elektronische Veröffentlichung der Gesellschafterliste über das Handelsregister ist zwingend erforderlich, sofern natürliche Personen mittelbar oder unmittelbar mehr als 25%der Kapitalanteile oder Stimmrechte kontrollieren.

Nun, drei Monate später, muss ich Sie in diesem Zusammenhang vor zumindest irreführenden, wenn nicht gar betrügerischen E-Mails warnen: Derzeit versendet eine Organisatiin unter dem Namen „Organisation Transparenzregister e.V.“ E-Mails, in denen Empfänger auf die Mitteilungspflicht an das Transparenzregister gemäß §§ 18 ff. des Geldwäschegesetzes hingewiesen und Bußgelder bei unterbleibender Registrierung angedroht werden. In den E-Mails wird der Eindruck erweckt, man müsse sich kostenpflichtig auf der Internetseite www.TransparenzregisterDeutschland.de registrieren.

Die Unternehmen werden in den Mails aufgefordert, sich binnen zehn Tagen beim Transparenzregister zu registrieren. Der dafür angegebene Link www.TransparenzregisterDeutschland.de führt jedoch nicht zum echten Transparenzregister. Bei den Mails handelt es sich vielmehr um ein Angebot für eine kostenpflichtige „Hilfestellung“ (Kosten: 49 Euro) und nicht um eine amtliche Aufforderung.

Das Bundesministerium der Finanzen warnt ausdrücklich davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren, sich auf der oben genannten Internetseite zu registrieren oder gar Zahlungen zu leisten.

Gleichwohl empfiehlt es sich zu prüfen, ob Ihr Unternehmen einer Eintragungspflicht in das echte Transparenzregister (www.transparenzregister.de) unterliegt (vgl. oben) und dieser ggf. schon nachgekommen ist.

Ihr
Philipp Krupke - Hauptgeschäftsführer der CDH im Norden
krupke(at)cdhimnorden.de


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