01.03.2019 | KurzMeldungen

Datenschutz

Jeder zweite Internetnutzer ist 2018 Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Wir geben Ihnen 5 Tipps zum Schutz Ihrer Daten.

© Bernd Kasper/pixelio.de

Die Palette der verübten Straftaten reicht von Datendiebstahl, Identitätsklau, Beleidigung bis zum Betrug. Im Internet finden Kriminelle immer häufiger ihre Opfer. Wie können Sie sich davor schützen, selbst Opfer von Cyberkriminalität zu werden?

Passwörter sicher gestalten
Nutzen Sie unbedingt komplexe Passwörter. Je komplexer, desto sicherer. Lange Passwörter mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen können Sie sich mittels Eselsbrücken merken. Verwenden Sie die Anfangsbuchstaben von ausgedachten Sätzen, um ein vertracktes Passwort zu generieren, an das Sie sich erinnern können. "Ich bin seit 83 mit Vera verheiratet!" Das ergibt zum Beispiel das ziemlich sichere Passwort "Ibs83mVv!"

Nutzen Sie einen Passwort-Manager
Diese Services speichern für Sie all Ihre genutzten Kennwörter in einer verschlüsselten Datei, sodass Sie sich nur das Master-Passwort merken müssen, welches allerdings die höchsten Sicherheitsstandards erfüllen sollte. Einige Programme bieten sogar die Möglichkeit, zusätzlich die zu den Passwörtern gehörenden Benutzernamen zu speichern. Wenn Sie dies wünschen, werden die abgefragten Felder beim Login automatisch ausgefüllt.

Empfehlenswerte Passwort-Manager sind:
- Bitwarden.com - für macOS, Linux, Windows, Android, iOS, kostenfrei, da Open-Source-Software kaum anfällig für Missbrauch der Nutzerdaten
- KeePass.de - ebenfalls kostenfreie Open Source-Software, für Windows, Linux, macOS, Windows Mobile, Android, iOS, Blackberry OS, Java
- Lastpass.com/de - für macOS, Linux, Windows, Android, iOS, die Basisversion ist kostenfrei
- dashlane.com/de - kostenlose Basisversion, für macOS, Windows, Android, iOS.

Mehr-Faktor-Authentifizierungen
Einige Internetdienste bieten diese sehr sinnvolle Sicherheitsfunktion bereits an: Hierbei müssen Sie mehr als eine Sicherheitsabfrage beantworten, um sich einzuloggen. Zum Beispiel erhalten Sie nach der Passwortabfrage eine SMS mit einem Code, den Sie dann eingeben müssen, um an Ihren Account zu gelangen.

Updates nie auslassen oder vergessen
Halten Sie Ihren Virenscanner immer aktuell. Nehmen Sie die Update-Hinweise ihrer Virensoftware ernst. Dasselbe gilt für das Betriebssystem, den Browser, Add-Ons und andere Programme.

Phishing verhindern
Keine Links in dubiosen E-Mails anklicken und keine Anhänge von unbekannten Absendern öffnen, wenn Sie nicht völlig sicher sind, dass es sich um einen seriösen Versender handelt.
Betrüger senden im Rahmen des Phishings gefälschte - oftmals täuschend echt erscheinende - E-Mails mit Links zu Telefonanbietern, Online-Händlern, Bezahl- oder Paketdiensten oder sozialen Netzwerken. So gelangen sie an die Nutzerdaten des Empfängers, wenn der nicht aufpasst.
Auch mit unerkannten Trojanern ergaunern Cyberkriminelle vertrauliche Informationen. Hierbei gelangen sie an die Identität der Opfer in Kombination mit deren Zugangsdaten zu Online-Banking oder anderen Diensten.
E-Mails mit solchen Eingabe- oder Log in-Aufforderungen löschen Sie am besten sofort, und zwar ohne irgendetwas anzuklicken. Das Gleiche gilt für unbekannte Dateianhänge oder verdächtige Anfragen in sozialen Netzwerken.

So wehren Sie die meisten Cyberangriffe ab:

- Aktualität
Halten Sie Ihr Betriebssystem und die Software auf dem aktuellen Stand. Für Windows XP und Windows Vista werden keine Sicherheitsaktualisierungen mehr angeboten – also unbedingt sofort durch aktuellere Versionen ersetzen!

- Passwort-Manager nutzen
Die beiden wichtigsten Regeln für Passwörter: 1. Kein Passwort sollte zweimal verwendet werden.
2. Kein Passwort darf in einem Lexikon stehen.

- Regelmäßige Backups
Erpresser-Software ist nur deshalb erfolgreich, weil noch immer Unternehmen und Privatpersonen ihre Daten nicht regelmäßig sichern.

- Gesunde Skepsis
bei E-Mail-Anhängen und Aufforderungen, Überweisungen zu tätigen oder per SMS zu bestätigen.

Birgit Lohmeyer
lohmeyer(at)cdhimnorden.de


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