13.03.2013 | KurzMeldungen

Lohmeyers Besserwissen

An dieser Stelle erhalten Sie jeden Monat Tipps zum Sprachgebrauch, interessante Informationen zur Rechtschreibung und erfahren Wissenswertes rund um die deutsche Sprache.


In dieser Ausgabe:
1. Plural auf -s
2. Der Heavy-Metal-Umlaut

© Andrea Damm/pixelio.de

1. Plural auf -s
Nicht nur im Falle von Fremdwörtern aus dem Englischen und Französischen wird der Plural durch ein angehängtes s gebildet (die Bonbons, die Accessoires, die Airbags, die Cartoons). Der Plural auf -s ist auch bei einer Vielzahl deutscher Wörter üblich. So zum Beispiel im Falle von mehrsilbigen Substantiven, die auf einem unbetonten Vollvokal oder
Diphthong (Doppelvokal) enden: Die größte Plage sind die vielen Staus auf den Autobahnen. In Europa leben die meisten Hindus in Großbritannien.
Auch bei Eigennamen wird der Plural zumeist auf -s gebildet: die Buddenbrooks, die beiden deutschen Frankfurts, die beiden Koreas.
Und auch Kurzformen und Kurzwörter gehören in diese Gruppe von Substantiven: Unis, Trafos, MTAs und CDs.

2. Der Heavy-Metal-Umlaut
Der Heavy-Metal-Umlaut ist ein in angelsächsischen Namen willkürlich gesetzter Umlaut, den sich vor allem englische und amerikanische Heavy-Metal-Bands wie Motörhead, Blue Öyster Cult oder Mötley Crüe als Szenemerkmal zu eigen machten und der daher scherzhaft auch als röck döts bezeichnet wird.
Aus: Duden, Unnützes Sprachwissen. Erstaunliches über unsere Sprache. Mannheim 2012.

Dipl.-Pädagogin Birgit Lohmeyer
information(at)hamburg.cdh.de


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